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Ausbildung in Frankfurt Schule für Hebammen geplant

2017 öffnet in Frankfurt eine Hebammenschule. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Uniklinikum, Bürgerhospital und der Carl Remigius Medical School. Die Auszubildenden sollen übernommen werden.

Hebammen begleiten die Mütter auch nach der Geburt. Foto: Monika Müller

Frankfurt wächst, da ist es kein Wunder, dass immer mehr Kinder zur Welt kommen: Im Jahr werden zwischen 12 000 und 14 000 Babys gezählt. 3250 von ihnen erblickten 2015 allein im Bürgerhospital das Licht der Welt; 1800 Geburten wurden im Frankfurter Universitätsklinikum registriert. Diese beiden Krankenhäuser – das Bürgerhospital ist ja zudem noch eng mit dem Clementine-Kinderhospital liiert, haben nun mit der Carl Remigius Medical School einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel ist Eröffnung und Betrieb einer Hebammenschule im nächsten Jahr.

Hebammen und Entbindungspfleger sind Mangelware – nicht nur in Frankfurt und der Region. Und so weist der Geschäftsführende Direktor der Remigius Medical School, Achim Jockwig, in einer Pressemitteilung darauf hin, dass mit der Zulassung der Schule „eine große Versorgungslücke in der Rhein-Main-Region“ geschlossen würde. Es wäre auch ein „positives Signal“ für die Versorgung von Müttern und Familien. Hebammen seien nicht nur während der Geburt für die Frauen da. Sie würden bei der Geburtsvorbereitung helfen, die werdenden Mütter durch die Schwangerschaft begleiten und in den ersten Wochen nach der Geburt die gesamte Familie unterstützen.

Anfang 2017 soll der Zulassungsantrag beim Regierungspräsidium in Darmstadt gestellt werden. Mit einer Entscheidung rechnen die Initiatoren Ende des ersten Quartals. Wenn alles gut geht, könnte die erste Hebammenschule in Frankfurt am 1. September eröffnet werden. Zunächst ist an eine Kursgröße von 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gedacht. Den Unterricht wird die Remigius Medical School übernehmen. Die Medical School, die sich auf Studienprogramme im medizinischen, pflegerischen und gesundheitsökonomischen Umfeld spezialisiert hat, hat sich in der Orthopädischen Klinik Friedrichsheim eingemietet.

Die Ausbildung zur Hebamme dauert drei Jahre und umfasst viele Praxis-Einheiten, die entweder im Bürgerhospital oder im Universitätsklinikum geleistet werden können. Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Jürgen Graf, betonte, dass man die jungen Leute nach der Ausbildung übernehmen wolle. Er wies darauf hin, dass die Anstellung in einem Krankenhaus mehr Sicherheit biete, als eine selbstständige Tätigkeit, die mit hohen Versicherungsgebühren belastet werde.

Auch die beiden Kreissprecherinnen des Landesverbandes der Hessischen Hebammen für Frankfurt, Christina Böhm und Katharina Welsch, kommen in der Pressemitteilung zu Wort: Sie seien „sehr glücklich“, dass es nun eine Hebammenausbildung in Frankfurt geben soll. „Mögen viele der angehenden Hebammen und Entbindungspfleger ihr Herz an unsere Stadt verlieren und uns möglichst lange als Kolleginnen und Kollegen erhalten bleiben“, heißt es da.

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