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Armaturen Christian Bollin Bollin zieht weg

Dagmar Bollin-Flade will die Armaturen-Fabrik Christian Bollin zukunftsträchtig machen. Doch dazu braucht es mehr Platz - und den soll es in einer Nachbarstadt geben. Daher verlässt das Unternehmen Frankfurt schon im kommenden Jahr.

Dagmar Bollin-Flade leitet das Unternehmen Christian Bollin.

Die Christian Bollin Armaturenfabrik verlässt Frankfurt. Das Sossenheimer Unternehmen mit 30 Beschäftigten plant, schon kommendes Jahr einen Neubau in einer Nachbarstadt beziehen.

„Um das Unternehmen zukunftsträchtig zu machen, brauchen wir mehr Platz“, sagte die geschäftsführende Gesellschafterin, Dagmar Bollin-Flade, am Dienstag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Wo genau das Werk entstehen soll, wollte sie noch nicht sagen. Auch zur Frage, wieso das Unternehmen nicht in Frankfurt expandiert, äußerte sie sich nicht näher.

Bollin-Flade war im Jahr 1995 als erste Frau zur Vizepräsidentin der Frankfurter Industrie- und Handelskammer gewählt worden. Sie arbeitete zuletzt am Masterplan Industrie mit.

Der SPD-Stadtverordnete Gregor Amann hatte die Nachricht vom Wegzug des Familienunternehmens am Mittag öffentlich gemacht. Als „negative Überraschung zum Jahresbeginn“, wertete der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD im Römer diese. „Wenn eine so alteingesessene Frankfurter Firma die Stadt verlässt, ist das immer ein Alarmzeichen.“ Vom Magistrat will Amann in einer Anfrage wissen, was die Stadt alles unternommen hat, um die Fabrik in Frankfurt zu halten. Nach seinen Informationen benötigte die Firma lediglich eine Fläche von 5000 Quadratmetern. Dass in ganz Frankfurt keine entsprechende Fläche vorhanden sein solle, sei mehr als verwunderlich, sagte Amann. Das Sossenheimer Gewerbegebiet Wilhelm-Fay-Straße etwa liege überwiegend brach.

Hohes Bedauern, dass der weltweit größte Anbieter von Armaturen auf dem Gebiet der Mess- und Regeltechnik Frankfurt verlässt, äußerte Andrea Brandl, Büroleiterin von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU). Man habe versucht, eine Expansionsfläche für das Unternehmen zu finden und diesem ein Grundstück angeboten. Das sei aber offenbar nicht so geeignet gewesen. „Wir haben versucht zu helfen“, sagt Brandl. Ob eine Firma wegziehe, sei aber letztlich eine unternehmerische Entscheidung.

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