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Arena am Kaiserlei Werbetrommel für die Halle

Bei einer Diskussion machen sich alle Beteiligten für den Bau der Arena am Offenbacher Kaiserlei stark.

Gunnar Wöbke
„Heute haben wir keine europäische Perspektive“, sagt Gunnar Wöbke, geschäftsführender Gesellschafter der Frankfurt Skyliners, beim Podiumstalk zur Multifunktionsarena am Kaiserlei. Foto: Peter Hartenfelser (imago sportfotodienst)

Gunnar Wöbke ist niemand, der tief stapelt. Der geschäftsführende Gesellschafter der Frankfurt Skyliners hat schon große Ziele formuliert, als er 1999 mit einer Lizenz für die Basketball-Bundesliga aus Rhöndorf nach Frankfurt kam. Ein Spitzenteam wollte Wöbke formen, eines, das um nationale und internationale Titel spielen kann. „Heute haben wir keine europäische Perspektive“, sagte Wöbke am Montagabend bei einem Podiumstalk in der Business-Lounge der Arena im Stadtwald. Thema: Die Multifunktionsarena am Kaiserlei.

Dort wünscht sich nicht nur Wöbke die neue Heimat der Skyliners, auch die Löwen Frankfurt brauchen eine neue Halle, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. „Die Vermarktungsmöglichkeiten in der Eissporthalle sind erschöpft. Es gibt keine Steigerungsmöglichkeiten“, sagte Stefan Krämer, Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten.
Nach Jahren der Verzögerung ist Bewegung in das Thema gekommen. Es gibt zwei Interessenten, die Anschütz Entertainment Group und Lagardère Sports, von denen Vertreter dem Gespräch lauschten. Beide wollen eine bis zu 13 000 Menschen fassende Arena bauen und betreiben. „Ende des Jahres“, so Sportdezernent Markus Frank (CDU) soll eine Entscheidung fallen.

Zuvor müssen Frankfurt und Offenbach noch einiges erledigen. „Wir erstellen gerade eine Anforderungsliste an die Interessenten“, berichtete Frank vom aktuellen Stand. Außerdem sei man dabei, die bislang verfügbare Fläche von rund 40.000 Quadratmetern „zu optimieren.“ Heißt übersetzt, es wird versucht, Fläche dazuzukaufen und Grundstücke, die sich in Händen Dritter befinden, zu erwerben. Das gestaltet sich nicht so einfach. Außerdem will Frank einen Magistratsbeschluss erwirken. Vor August wird das aufgrund der Sommerferien nichts werden.

Erst danach will die Stadt von den beiden Interessenten ein sogenanntes indikatives Angebot einfordern, ein unverbindliches erstes Angebot. „Im Grunde sind wir auf der Zielgeraden“, sagte Stadtrat Frank.

Patrik Meyer, der Geschäftsführer der Frankfurter Fußballarena, glaubt fest daran, dass eine neue Halle die Zuschauerzahlen der Löwen und der Skyliners verdoppeln wird. Einen Wettbewerb zwischen Festhalle und neuer Arena würde es nicht geben, glaubt Frank. Zumal die Festhalle alle zwei Jahre durch die Internationale Automobil-Austellung (IAA) für fünf Monate besetzt sei.
Auch Gunnar Wöbke ist überzeugt, dass mit einer neuen Halle nicht nur 25, sondern 120 große Veranstaltungen in Frankfurt stattfinden könnten. Und mit den Skyliners will Wöbke dann in einem Final-Four der Euroleague vor eigenem Publikum spielen, dem höchsten europäischen Wettbewerb. Tief stapeln ist eben nicht seins.

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