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Arbeitsmarkt in Franfurt Job-Boom hält in Frankfurt an

Die Arbeitslosigkeit in Frankfurt sinkt weiter. Die Zahl der offenen Stellen lag im August nach Angaben der Arbeitsagentur bei über 12.000.

Arbeitsmarkt in Frankfurt
In Frankfurt liegt die Arbeitlosenquote derzeit bei 5,3 Prozent, 0,5 Punkte niedriger als im August 2017. (Symbolbild) Foto: dpa

Die Zahl der Menschen, die in Hessen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen, ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Mit mehr als 2,58 Millionen lag sie im Juni nach Angaben der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit 2,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs in Hessen erneut stärker als im deutschen und im westdeutschen Schnitt gestiegen. Sehr kräftig stellten etwa die Unternehmen im Bereich Verkehr und Lagerei ein. 

Besonders dynamisch ist die Situation in Frankfurt, wo die Zahl der Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren sogar stärker stieg als die schnell wachsende Einwohnerzahl. Und der Job-Boom hält an. Bei der Frankfurter Arbeitsagentur waren im August 12 468 offene Stellen gemeldet. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 

Weil der Frankfurter Arbeitsmarkt Fachkräfte benötige, sei es wichtig, Ungelernte besonders zu fördern und Ältere in Beschäftigung zu halten, sagt Karl-Heinz Huth, Leiter der Arbeitsagentur Frankfurt. Auch wer jetzt noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat gute Chancen. Hessenweit sind noch mehr als 8400 Stellen unbesetzt. In Frankfurt werden besonders viele Auszubildende in den Bereichen  Arzt- und Praxishilfe, Informatik, Verkauf, Gastronomie und Versicherungs- und Finanzdienstleistung gesucht. 

Dass der Aufschwung offenbar weiter geht, spiegelt sich, wie Frank Martin, Chef der Regionaldirektion Hessen sagt, auch in den Arbeitslosenzahlen für August wider. Diese sind in Frankfurt und im Hessenschnitt im Vergleich zum Juli leicht, im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut deutlich gesunken. 

„Wer jetzt arbeitslos wird und eine Ausbildung sowie Berufserfahrung mitbringt, ist schnell wieder in Arbeit“, sagt Martin. Wer das nicht aufweisen kann, hat allerdings schlechte Karten. Fast 60 Prozent aller Arbeitslosen in Hessen gelten nach Angaben der Arbeitsagentur inzwischen als geringqualifiziert. In Frankfurt liegt diese Quote sogar bei 62,6 Prozent. 

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände lehnt angesichts der hohen Zahl offener Stellen die geplanten Leistungsausweitungen in der Arbeitslosenversicherung ab. Denn diese schwächten die Motivation von Arbeitslosen, sich möglichst schnell wieder eine dauerhafte Beschäftigung zu suchen.

Der DGB Hessen-Thüringen fordert eine Mindestvergütung für Auszubildende. Diese müsse im ersten Ausbildungsjahr bei 635 Euro, im vierten bei mindestens 796 Euro im Monat liegen. 

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