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Anti-Pegida-Protest Erfolg für Frankfurt

Nicht in unserer Stadt: 15.000 Gegendemonstranten zeigen 100 Pegida-Anhängern, dass sie in Frankfurt nicht willkommen sind. Vermutlich wird sich das islamfeindliche Bündnis nicht mehr in die Mainmetropole trauen. Ein Kommentar.

Plakat gegen Pegida. Foto: REUTERS

Nicht in unserer Stadt. Nicht in Frankfurt. Es war eine klare Botschaft, die am Montagabend von den vielen Tausend Menschen in der Innenstadt ausging. Ob man die Pegida-Leute nun als Rassisten oder nur als Islamkritiker bezeichnet – sie sind in Frankfurt nicht willkommen. In einer Stadt, in der jeder vierte Einwohner keinen deutschen Pass und jeder zweite Migrationshintergrund hat, ist kein Platz für sie.

Frankfurt ist keine Insel der Glückseligen. Auch hier gibt es Rechtsextreme – etwa Stefan Jagsch, den Vorsitzenden der hessischen NPD, der mit seiner Präsenz bei der Pegida-Demonstration am Montag eindrucksvoll die Nähe zwischen der angeblichen Volksbewegung und dem ultrarechten Spektrum unter Beweis stellte. Doch die Frankfurter sind nicht bereit zu akzeptieren, dass Pegida ihre Stadt als Bühne benutzt. Es war ein erbärmlich kleines Häuflein selbsternannter Patrioten, das sich am Montag traf. Eine Chance, wie angekündigt durch die Stadt zu ziehen, hatte die Gruppe angesichts der Übermacht der Gegendemonstranten nie.

Vermutlich wird Pegida nicht mehr nach Frankfurt kommen. Das ist ein Erfolg der Menschen in dieser Stadt. Er macht es allerdings nicht erträglicher, dass sich in Dresden derweil jede Woche um die 20 000 Rechte treffen.

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