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AfD im Frankfurter Römer Mit rassistischer Hetze gegen Frauenförderung

Die AfD will zahlreichen Frauenprojekten in Frankfurt die Zuschüsse streichen und begründet das mit Gewalt durch „Südländer“. Das ist schlicht perfide. Ein Kommentar.

AfD
Rechte demonstrieren für Frauenrechte - oder einfach nur gegen Migranten? Foto: imago

Es ist nicht das erste Mal, dass die AfD im Ausschuss „Wirtschaft und Frauen“ die Förderung vieler Frauen-, Queer- und Migranten-Projekte streichen will. Obwohl sie bereits im Vorfeld wissen dürfte, dass sie mit ihrem Antrag wie im Vorjahr krachend scheitert. Von daher scheint es eine rechte Strategie, die Aufmerksamkeit auf ihre Themen zu lenken, auf dass man sich mit ihren kruden Thesen anstatt den wirklichen Problemen der Stadt beschäftige.

Die Vertreterinnen von Linkspartei bis CDU waren sich dennoch über die Bedeutung der Projektarbeit ungewohnt einig, ganz so, als hätten sie sich den Kampf für ein gleichberechtigt gewaltfreies Leben für alle auf dieselbe Fahne geschrieben.

Der „südländisch“ aussehende Täter

Davon dürfte nicht auszugehen sein, der Auftritt der AfD im Frankfurter Römer machte einen Schulterschluss jedoch denkbar einfach. Mal wieder musste Alice Weidel als Alibi-Lesbe für die „Offenheit“ der AfD herhalten. Weiter referierte Oliver Wurtz völlig am Thema vorbei von dem homophoben Angriff auf einen 17-jährigen Schüler, der Opfer einer Attacke („Wer attackiert denn Lesben und Schwule?“) wurde, die von „südländisch“ aussehenden Männern ausgegangen sei, wie er die Täterbeschreibung eines aktuellen Falls aus der „Bild“ zitierte. Mal abgesehen davon, dass „südländisch“ auch aussehen kann, wer als Biodeutscher in Wuppertal das Licht der Welt erblickte, hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. 

Das weiß natürlich auch Wurtz, doch hat seine Partei ihm ein Forum geschaffen, die immer gleichen Verallgemeinerungen und die ewig gleiche Hetze als Pseudo-Homosexuellenfreundlichkeit unter die Leute zu mogeln – um damit die Streichung von Frauenförderung zu begründen. Im Klartext: Raus mit den Flüchtlingen, dann haben die deutschen Frauen keine Probleme mehr und brauchen entsprechend keine zu fördernden Projekte.

Das ist einigermaßen perfide, völlig unlogisch und reduziert das Gewaltproblem einzig auf Nicht-Deutsche. Für ihren Rassismus ist die AfD bekannt - für Frauenrechte, die Emanzipation Homosexueller und die Förderung von Integration hat sie sich hingegen noch nie interessiert.

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