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Abtreibung Frankfurter lehnen Abtreibungsgegner ab

Abtreibungsgegner versuchen, Stimmung gegen die Beratungsstelle Pro Familia zu machen. Doch in Frankfurt stoßen sie auf große Ablehnung.

Kundgebung gegen Paragraf 219a in Berlin
Zahlreiche Menschen gehen derzeit in Deutschland für eine Änderung von Paragraf 219a auf die Straßen. Foto: epd

Die sogenannten Mahnwachen von Abtreibungsgegnern vor der Beratungsstelle von Pro Familia stoßen in Frankfurt auf große Ablehnung: „Wir sind begeistert und dankbar für die breite und tatkräftige Unterstützung und die Welle der Solidarität“, schreiben die Initiatorinnen des Bündnisses Frankfurt für Frauenrechte, Beatrix Baumann und Ulla auf der Heide, in einer Mitteilung. 

Die „wiederholte wochenlange Belagerung und Drangsalierung“ von ratsuchenden schwangeren Frauen und der Mitarbeiterinnen von Pro Familia durch die Gruppe „40 Tage für das Leben“ stoße bei vielen gesellschaftlichen Gruppen auf Unverständnis und Widerstand. Fast 40 Organisationen und Interessengruppen sowie Hunderte von Einzelpersonen hätten inzwischen den Aufruf des Bündnisses unterzeichnet – und es würden täglich mehr. 

Breite Welle der Solidarität 

Es habe in der zurückliegenden ersten Protestwoche viele „kreative Mittagspausen“ von Angehörigen verschiedener Berufsgruppen gegeben. Schülerinnen und Schüler benachbarter Schulen seien ebenfalls bei der Beratungsstelle in der Palmengartenstraße 14 vorbeigekommen. Am Montag waren vor allem Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aufgefordert, gegen die „Mahnwachen“ zu protestieren. Am heutigen Dienstag sollen Mütter, an den folgenden Tagen Juristinnen und Juristen, Ärztinnen und Ärzte, Pädagoginnen und Pädagogen folgen.

Für Samstag, 24. März, ist ab 12 Uhr eine Demonstration geplant, die durch die Innenstadt bis zum Paulsplatz führen soll. Dort ist um 13.30 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant, auf der auch die Frankfurter Frauendezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) sprechen wird. Die hessischen Grünen haben am Montag zur Teilnahme aufgerufen. „Die Abtreibungsgegner haben ein Recht auf ihre Meinung. Aber sie haben kein Recht dazu, Frauen zusätzlich unter Druck zu setzen“, erklärte der Grünen-Vorsitzende Kai Klose. Das Recht, dass Frauen über ihren eigenen Körper bestimmen können, sei eine „wichtige Errungenschaft auf dem Weg zur Gleichstellung von Mann und Frau“. „Wir lassen nicht zu, dass Fundamentalisten dieses Recht infrage stellen“, heißt es weiter.

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