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Abenteuerspielplatz Riederwald Wo Kinder frei sein dürfen

Der Johanna-Tesch-Preis der AWO und des SPD-Ortsvereins geht in diesem Jahr an den Abenteuerspielplatz Riederwald. Von den 500 Euro Preisgeld wollen die Verantwortlichen Werkzeuge und Baumaterial kaufen.

Der Abenteuerspielplatz Riederwald. Foto: peter-juelich.com

Zwischen Bäumen stehen Spielgeräte und selbstgezimmerte Hütten, hier eine Feuerstelle und dort angepflanzte Kräuter. Seit 40 Jahren bietet der Abenteuerspielplatz Riederwald Großstadtkindern einen Ort zum Toben und Bauen. Ganz nebenbei fördert der Verein so das soziale Miteinander. Für sein Engagement bekommt er nun den Johanna-Tesch-Preis, den AWO und der SPD-Ortsverein seit 2005 alle zwei Jahre verleihen.

Die Anerkennung ist Personen oder Vereinen gewidmet, die sich im Riederwald sozial engagieren. „Mit dem Preis wollen wir die langjährige und erfolgreiche Arbeit des Abenteuerspielplatzes würdigen“, sagt Heinz Lietz, Vorstand der AWO bei der Preisverleihung am Donnerstag.

Der Spielplatz soll auch in Zukunft ein Ort sein, wo junge Menschen wild, laut und ursprünglich sein dürfen. Damals, 1970, hätten die Mitglieder der Riederwälder Falken die Idee gehabt, den Kindern und Jugendlichen des Arbeiterviertels einen Freiraum anzubieten, wo sie spielen und sich entwickeln können.

Spielplatzleiter John Leicher, der seit 30 Jahren dort arbeitet, freut sich über die Anerkennung. „Die Arbeit befriedigt mich und ist in dieser Zeit niemals langweilig geworden.“ Viele, die als Jugendliche kamen, bringen nun ihre Kinder oder gar Enkelkinder zum spielen. Auch für den Vorsitzenden und Mitbegründer des Abenteuerspielplatzes, Michael Paris, sei er immer ein Ausgleich zu seinem Job gewesen. Vor allem der Dank der Eltern und Kinder sei berührend, erzählt Paris. Das Besondere am Abenteuerspielplatz sei, dass viele Eltern und Kinder selbst anpackten.

Besuchten anfangs nur Kinder aus dem Viertel die Insel im Riederwälder Forst, nutzen nun kleine Abenteurer aus ganz Frankfurt, aber auch Gruppen aus Schulen und Kitas den Platz. Jährlich sind rund 12 000 Kinder zu Gast. Mittlerweile arbeiten dort zwei hauptamtliche Fachkräfte und viele ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie helfen auch bei Hausaufgaben und sind Bezugspersonen.

Von den 500 Euro Preisgeld wollen Leicher und Paris Werkzeuge und Baumaterial kaufen. Der Spielplatz sei ständig in Finanznot, da helfe jede Unterstützung, so Leicher. Gerade sei das Budget um vier Prozent gekürzt worden. Doch mit Hilfe und Unterstützung von vielen bestehe der Abenteuerspielplatz mindestens weitere 40 Jahre, so Leicher.

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