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Gerechtigkeit Höttges kritisiert Ungleichheit in Deutschland

Ein Drittel des Vermögens im Besitz von einem Prozent der deutschen Bevölkerung, die Hälfte des Gesamtvermögens im Besitz der obersten zehn Prozent. Telekom-Chef Höttges kritisiert die zunehmende Ungleichheit: "Ungerecht finde ich, wenn Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können."

07.10.2014 08:57
Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Foto: imago/Christian Schroedter

Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hat die zunehmende Ungleichheit in Deutschland kritisiert. „Wenn einige wenige riesige Vermögen anhäufen, die nicht mehr in die Realwirtschaft fließen, führt diese Ungleichheit zu Ungerechtigkeit“, sagte Höttges der Frankfurter Rundschau. Das Geld werde gebraucht, um in Form von Konsum das Wachstum anzukurbeln. „Mein Eindruck ist, dass die Schere bereits zu weit auseinandergegangen ist.“

In Deutschland befindet sich inzwischen etwa ein Drittel des Vermögens im Besitz von einem Prozent der Bevölkerung, die obersten zehn Prozent der Bevölkerung verfügen über die Hälfte des Gesamtvermögens. Die Arbeitnehmer haben zudem zwischen 2000 und 2013 einen Reallohnverlust hinnehmen müssen, während das Bruttoinlandsprodukt im gleichen Zeitraum um 31 Prozent gewachsen ist. Sechs Prozent der erwerbstätigen Haushalte müssen ihre Einkommen mit Sozialleistungen aufstocken.

„Ungerecht finde ich, wenn Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können“, sagte Höttges der FR weiter. Er ist einer der wenigen deutschen Unternehmenschefs, die sich zum Thema Gerechtigkeit und Ungleichheit äußern. Die Frankfurter Rundschau hatte Ende Juli die Chefs der 80 größten börsennotierten deutschen Unternehmen angeschrieben, um sie zu dem Thema zu befragen.

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